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Mittwoch, 17. Juni 2015

Gegrillte Crevetten mit Chimichurri Sauce


Obwohl ich versuche, nicht zu viel Fleisch und Fisch zu kaufen, muss ich gestehen, dass wir grosse Fleischesser sind und der Grill im Sommer jedes Wochenende auf Hochtouren läuft. Grillieren ist einfach grossartig! Und wenn ich mal unter der Woche schnell etwas Leckeres zaubern möchte, dann schmeisse ich gerne ein paar Crevetten auf den Grill, denn die habe ich immer gefroren im Tiefkühler bereit.

Durch die Marinade bekommen die Crevetten einen köstlichen Geschmack, welcher durch die Röstaromen vom Grill noch intensiviert wrid. Dazu würde natürlich auch eine Sweet and Sour Sauce vorzüglich passen.

Chimichurri ist eine würzige Sauce aus dem südamerikanischen Raum, welche traditionel zu Rindfleisch gereicht wird. Ich finde jedoch, sie passt auch vorzüglich zum Meeresgetier oder auch anderen Fleischsorten. Manchmal mische ich sie auch einfach unter einen Teller Pasta. Auch ein frisches Fladenbrot in Chimichurri gedippt und dazu ein Gläschen Wein oder ein Bier ist ein tolles Apérohäppchen.

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna


Rezept Marinade für die Crevetten (4 Personen)

600 g rohe Crevetten mit Kopf und Schwanz
3 EL Sojasauce
2 Knoblauchzehen
½ TL schwarzer Pfeffer

Crevetten kurz mit kaltem Wasser abspülen und mit einem Haushaltpapier trocken tupfen. Sojasauce, zerdrückter Knoblauch und Pfeffer vermischen und die Crevetten während etwa 20 Minuten darin, zugedeckt und im Kühlschrank marinieren lassen. Anschliessend auf dem heissen Grill braten, bis sie sie gar sind. Mit Chimichurri Sauce servieren.

Rezept Chimichurri Sauce

175 ml Olivenöl
4 grosse Knoblauchzehen, geschält
Korianderblätter, 2 Handvoll
Petersilie, 1 Handvoll
Basilikum, 1 Handvoll
4 EL Reisweinessig
1 kleine Chili (nach Belieben), entkernt und fein geschnitten
1 TL mittelscharfe Chillisauce
1 TL Salz
½ TL Pfeffer

Den Knoblauch mit Hilfe einer Küchenmaschine grob hacken. Die Kräuter hinzufügen und alles zusammen fein hacken. Bei laufendem Motor das Öl in einem dünnen Strahl einfliessen lassen und anschliessend die restlichen Zutaten untermixen. In einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Dienstag, 19. Mai 2015

Mangosalsa


Seid ihr auch bereit für den Sommer? Ich bin sowas von bereit, auch wenn das Wetter gerade etwas schlapp macht... Aber mit dieser Salsa holt ihr die Sonne auch bei Regenwetter zu euch auf den Tisch.

Sie ist ruckzuck zubereitet und eine lange Einkaufsliste braucht ihr dafür auch nicht. Und sie schmeckt einfach unfassbar gut. Mit der Schärfe könnt ihr natürlich spielen und sie eurem Gusto anpassen. Am Besten schmeckt die Mangosalsa zu gegrilltem Fisch oder Poulet. Ich kann sie ehrlich gesagt auch einfach so löffeln...


Übrigens lohnt es sich geschmackstechnisch qualitativ gute und reife Mangos zu kaufen.

Also, der nächste Sonnentag ist bestimmt nicht weit oder grillieren geht auch im Regen ;-)

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna

Rezept Mangosalsa

1 reife Mango
1 Frühlingszwiebel
Limette, Saft und Schale
1 kleine rote Peperoni
1 kleine Chili (nach Belieben)
Korianderblätter, gehackt
Salz & Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer

Die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen, in feine Ringe schneiden und zur Mango geben. Die Peperoni ebenfalls in Würfel schneiden und dazu geben. Die Chili je nach Belieben entkernen und fein hacken und zusammen mit dem Koriander, dem Limettensaft und der -schale sowie den Gewürzen zur Mangomischung geben. Alles gut vermischen und mit Korianderblätter garnieren.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Viva Paella!


Am Samstag hatten wir sehr netten Besuch von einem Arbeitskollegen meines Liebsten. Normalerweise überrasche ich unsere Gäste sehr gerne mit einem besonderen Essen. Da ich unseren Gast jedoch noch nie getroffen habe, hat mein Liebster vorher nachgefragt, was er denn gerne essen würde. Ich habe mich nämlich erst kürzlich in die Nesseln gesetzt und habe für Gäste, welche das erste Mal bei uns waren, etwas mit Meeresfrüchten und Lamm gekocht. Leider mochte eine Person weder Meeresfrüchte noch Lamm. Das sollte mir nie wieder passieren! Es wurde also Paella gewünscht, und ich habe Paella gekocht.

Mein Liebster und ich lieben Spanien und waren schon oft in der Region von Andalusien in den Ferien. Das spanische Essen ist einfach wunderbar und einer leckeren, selbstgemachten Paella können wir beide nicht widerstehen. Die allerbeste Paella haben wir übrigens in einem etwas unscheinbaren, kleinen Strandlokal zwischen Marbella und Mijas gegessen, direkt am Meer mit den Füssen im Sand. Unvergesslich!


Das Wichtigste an einer Paella, ist die Frische der Zutaten. Fisch und Meeresfrüchte kaufe ich wenn immer möglich hier. Die Beratung ist toll und die Produkte sind von ausgezeichneter Qualität. Dieser Laden ist jedoch nichts für Langschläfer, den nur der frühe Vogel fängt den Wurm frischen Fisch...

Wenn möglich, kauft Miesmuscheln, welche bereits gereinigt sind. Ansonsten seht ihr hier, wie sie geputzt werden und worauf ihr achten müsst.

Die Tomaten schält ihr am Besten, indem ihr sie zuerst einritzt (ein kleines Kreuz auf der der Unterseite) und dann während ca. 1 Minute in einen Topf mit kochendem Wasser legt. Anschliessend kurz mit kaltem Wasser abschrecken. Ihr werdet sehen, die Haut löst sich von selbst.

Ich habe übrigens noch zusätzlich einige Stücke Fisch mit festem Fleisch (zum Beispiel Wolfsbarsch) mitgekocht. Die Zubereitung wirkt auf den ersten Blick etwas aufwendig, aber wenn ihr alle Zutaten vorher schon wascht, schneidet etc., dann müsst ihr, wenn die Gäste da sind, nur noch alles in der richtigen Reihenfolge in die Pfanne geben und etwas köcheln lassen und im Nu ist die Paella bereit.

In diesem Sinne wünsche ich euch "buen provecho" und "hasta luego, amigos".
Yamuna


Paella für 4 Personen

4 EL Olivenöl
500 g Pouletbrust in kleine Würfel geschnitten
2 grosse Zwiebeln, fein geschnitten
4 Knoblauchzehen, gehackt
1 EL Paprikapulver
300 g Risottoreis
3 Fleischtomaten, geschält, entkernt und in kleine Stücke gehackt
3 EL Erbsen, tiefgekühlt
1.5 Liter heisse Hühnerbouillon
1 Rosmarinzweig
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Ein Briefchen Safranpulver
200 g Tintenfisch, in feine Ringe geschnitten, die Tentakel entfernen
400 g Miesmuscheln, geputzt
200 g Crevetten, roh und inkl. Schale
1 Zitrone, in Scheiben geschnitten

Das Olivenöl in einer möglichst breiten (40 cm) Bratpfanne erhitzen. Das Poulet hinzufügen und während ca. 10 Minuten anbraten, bis es leicht braun ist. Die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und während 5 Minuten weiterbraten. Dann das Paprikapulver und dann den Reis dazugeben und während 2-3 Minuten unter ständigem Rühren weiterkochen. Anschliessend die Tomaten, die Hälfte des Bouillons sowie den Rosmarinzweig dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Safranpulver in etwa 2 EL Bouillon auflösen und zur Paella geben. Das Ganze während etwa 8-10 Minuten kochen lassen. Wenn nötig, noch etwas Bouillon dazugeben.

Den Tintenfisch, die Crevetten, Miesmuscheln und die Erbsen auf der Paella verteilen. Ab jetzt nicht mehr rühren. Die Hitze langsam reduzieren und während 8-10 Minuten leichten köcheln lassen, bis der Reis gar ist und die Flüssigkeit verdunstet. Dann einen Deckel auf die Pfanne setzen, vom Herd nehmen und etwa 5-10 Minuten ruhen lassen. Anschliessend mit Zitronenscheiben garnieren.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Pizza Dolce mit Feigen, Ziegenkäse und Ruccola


Diese etwas andere Pizza müsst ihr unbedingt probieren. Vorausgesetzt ihr mögt Ziegenkäse. Und Feigen. Aber die Kombination aller Zutaten zusammen mit der Süsse des Honigs ist einfach umwerfend. Und falls ihr den speziellen Geschmack des Ziegenkäses nicht mögt, versucht es stattdessen mit Mozzarella.


Ich habe diesen Fladen in Stücke geschnitten und zum Apéro serviert, denn die Pizza ist ziemlich gehaltvoll. Aber wahre Ziegenkäseliebhaber können bestimmt auch eine ganze Pizza als Hauptgang verdrücken.

Falls ihr keine Zeit oder Lust habt, den Pizzateig selbst zu machen, könnt ihr natürlich auch auf den Fertigteig zurückgreifen. Aber ich finde, selbstgemacht schmeckt er doch ein bizli besser.

Happy Monday!

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna

Rezept Pizza Dolce (als Apéro für 4 Personen)

Pizzateig
125 g Mehl und etwas Mehl zum Bestäuben
1/2 TL Salz
8 g frische Hefe
60 ml lauwarmes Wasser

Das Mehl mit dem Salz auf eine Arbeitsfläche sieben, eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe mit einer Gabel im Wasser zerdrücken, verrühren und in die Mulde giessen. Das Mehl einarbeiten, sodass ein weicher Teig entsteht. Diesen gut durchkneten, ziehen und dehnen, bis er geschmeidig wird. Zu einer Kugel formen, kreuzförmig einschneiden, in eine Schüssel geben und abdecken. An einem warmen Ort ca. 3 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen fast verdoppelt hat. Den Teig flach drücken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig ca. 5 mm dick ausrollen.

Belag
2 EL Olivenöl
5 Feigen, geviertelt
1 Rolle Ziegenkäse (200 g)in 1 cm dicke Scheiben schneiden
2 EL flüssiger Honig
2 EL Pinienkernen
frischer Ruccola
Schwarzer Pfeffer

Ofen mit dem Blech auf 250 Grad vorheizen. Ausgerollter Pizzateig auf ein Backpapier legen und mit dem Olivenöl bestreichen. Die Feigen und den Ziegenkäse auf dem Teig verteilen. Mit dem Honig beträufeln und mit den Pinienkernen bestreuen. Die Pizza auf das vorgeheizte Blech ziehen und im unteren Ofendrittel 6-10 Minuten knusprig backen. Zum Servieren mit frischem Ruccola und grob gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen.

Rezept: Pizzateig vom Silberlöffel / Belag vom Magazin "deli"

Mittwoch, 10. September 2014

Eins, zwei,...Chicken Pie!


Bei mir muss es Mittags meistens schnell gehen mit dem Kochen und trotzdem will ich für meine kleinen Jungs was Vernünftiges auf den Tisch bringen. Dafür sind diese kleinen Hühner-Pies ideal. Sie lassen sich sehr gut vorbereiten und schmecken einfach köstlich.

Ich halte die Füllung ziemlich simpel, da einer meiner Jungs ja bekanntlich etwas wählerisch ist, was die Nahrungsaufnahme betrifft. Aber für meinen Mann und mich mache ich gerne auch mal eine mediterran angehauchte Füllung und gebe anstelle von Schnittlauch und Peperoni, gehackte, in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, Basilikum und schwarze Oliven dazu. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und probiert aus, was euch am Besten schmeckt.


Oft bleibt etwas Blätterteig und verklopftes Ei übrig. Damit lässt sich schnell ein kleines Zvieri zubereiten. Stecht einfach ein paar Kreise aus, legt ein Stück Apfel mit etwas Erdbeerkonfitüre (oder eine andere Konfitüre eurer Wahl, oder ein Stück Schokolade, oder...) in die Mitte. Klappt dann eine Hälfte des Teiges auf die andere Hälfte, so dass ein Halbmond entsteht. Drückt mit einer Gabel die Teigseiten aufeinander, dass sie sich nicht mehr öffnen. Dann mit den verklopften Ei bepinseln und bei 200° im Ofen während ca. 15 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Ein Kügelchen Vanilleglacé dazu, fertig!

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna


Mini-Hühner-Pies (2 Personen)

200 g gegartes Hühnerfleisch, fein gehackt
60 g Sauer-Halbrahm
75 g Parmesan, gerieben
1-2 EL Schnittlauch
1/4 einer roten Peperoni in kleine Würfel geschnitten
Salz und Pfeffer
1 Platte fertig gekaufter Blätterteig
1 Ei, verklopft

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Das Hühnerfleisch mit dem Rahm, Käse, Schnittlauch, Peperoni, Salz und Pfeffer mischen. Aus dem Blätterteig zwei Kreise von je 11 cm Durchmesser ausschneiden. Die Hühnermischung in zwei Souffléförmchen verteilen und mit den Blätterteigkreisen abdecken. Den Teig mit dem verklopften Ei bestreichen und 20 Minuten backen. Der Blätterteig sollte goldbraun sein.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Würziger Quinoa mit Tomaten und Bohnen


Seit einem Tag sind wir nun wieder aus unseren Ferien in der Türkei zurück. Richtig schön war's! Und wir haben es uns kulinarisch sehr gut gehen lassen und ziemlich über die Strenge geschlagen, weshalb jetzt wieder leichte und gesunde Küche auf dem Plan steht. Und dieses Gericht ist nicht nur leicht, sondern gibt dir einen richtigen Vitamin-Kick.


Quinoa oder auch Inkakorn oder Inkareis genannt, gehört zu den besonders nahrhaften Lebensmitteln und ist vor allem bei vegetarischer und veganer Ernährung ein wichtiger Eiweisslieferant. Ausserdem enthält es kein Gluten. Quinoa enthält alle essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Tryptophan und Cystin. Dies bedeutet, dass Quinoa dem menschlichen Körper sämtliche Bausteine liefert, die dieser für den Aufbau körpereigener Proteine benötigt. Ausserdem enthält Quinoa viele wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kupfer und Mangan. Vor allem der hohe Magnesiumgehalt macht Quinoa für viele Menschen interessant, welche Sport treiben oder unter Migräne leiden. Und so ganz nebenbei hält das gesunde Korn sehr lange satt und verhilft somit zu mehr Wohlgefühl.

Dieses Rezept ist wirklich köstlich und erhält durch die Limette eine sehr erfrischende Note. Ihr könnt es als vollwertige Mahlzeit oder als Beilage zubereiten. Mir persönlich schmeckt es am Besten lauwarm zu Grillfleisch. Und mein Liebster freut sich die Reste mit ins Büro zu nehmen. Falls es Reste gibt...

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna


Rezept Würziger Quinoa mit Tomaten und Bohnen (2-3 Personen)

175 gr Quinoa
Salz
3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1/2 Dose Borlotti Bohnen
ca. 6 Cherry Tomaten, geviertelt
5-6 Blätter frischer Pfefferminz, fein gehackt
1 EL Petersilie, fein gehackt
1 Bio Limette
2 EL Butter
1 EL Öl
1 TL mildes Currypulver
Pfeffer

Quinoa in ein Sieb schütten. Um die Bitterstoffe zu entfernen, Quinoa unter fließendem kaltem Wasser so lange waschen, bis das Wasser klar abläuft. Anschließend in reichlich kochendes Salzwasser geben und 10 Minuten kochen lassen.
Inzwischen Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Die Bohnen in ein Sieb geben, kalt abspülen und abtropfen lassen.Tomaten waschen und vierteln, Stielansätze entfernen. Cherry Tomaten vierteln und die Kräuter hacken.
Quinoa in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Quinoa, Bohnen, Tomaten und Frühlingszwiebeln mischen. Alles wieder in das Sieb geben und das Sieb so in einen Topf geben, dass es im Topf hängt. Etwa 3 cm Wasser in den Topf füllen; das Wasser darf das Sieb nicht berühren.

Quinoa-Gemüse-Mischung mit einem Küchentuch abdecken und den Deckel auf den Topf legen. Wasser im Topf zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze alles 10-12 Minuten dämpfen; dabei sicherstellen, dass immer Wasser im Topf ist.

Inzwischen Limette waschen, trockenreiben und 1 TL Schale abreiben und den Saft auspressen. Butter mit dem Öl kurz aufschäumen lassen. Currypulver, Limettenschale und 2 EL Limettensaft untermischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Quinoa aus dem Sieb in eine Schüssel geben und mit der Limettenbutter mischen. Mit Kräutern garniert sofort servieren.

Donnerstag, 27. März 2014

Goldschnitten mit Rhabarberkompott


Dieses Jahr gibt es, bedingt durch die milden Temperaturen, schon früh Rhabarber zu kaufen. Ich dachte immer, der Rhabarber ist eine Frucht, da er ja oft für Kuchen oder Desserts verwendet wird. Er gehört jedoch botanisch in die große Familie der Knöterichgewächse und so ist er unter anderem ein Verwandter des Sauerampfers und des Wiesenknöterichs, gehört also zu den Gemüsen. Beim Rhabarber ist der Vitamingehalt eher durchschnittlich, der Anteil an Vitamin C aber nennenswert (10-29 mg Vitamin C im rohem Rhabarber, damit kann beinahe ein Drittel des Tagesbedarfes gedeckt werden).

Rhabarber wirkt entwässernd und der Stiel enthält Zitronen- und Apfelsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe und das darmfreundliche Pektin, einen wichtigen Ballaststoff. Da der Rhabarber mild abführend wirkt, ist er bestens für eine Entschlackungskur im Frühjahr zu empfehlen. Allgemein ist der Rhabarber appetitanregend und verdauungsfördernd.

Der Rhabarberkompott mit seiner milden Säure passt ausgezeichnet zu den Goldschnitten, welche wir gestern zum Znacht genossen haben. Goldschnitten sind sehr ähnlich zu Fotzelschnitten, mit dem Unterschied, dass es ein Ei weniger benötigt wird, dafür etwas Mehl zum Teig zugefügt wird. Das Rezept für die Schnitten habe ich aus dem "Berner Kochbuch".


Ich habe das Kochbuch von meinem Vater bekommen und er hat es von seiner Mutter geerbt. Im Jahre 1901 gab die Schuldirektion das erste gedruckte Kochbüchlein heraus, eine kleine Broschüre von 51 Seiten. Von Auflage zu Auflage hat das Buch seither an Umfang zugenommen und wurde auch in verschiedenen anderen Kantonen zum obligatorischen Lehrmittel erklärt. Im Vorwort wird weiter erklärt, dass das Buch vor allem Verwendung im Koch- und Haushaltsunterricht für schulpflichtige Mädchen, sowie in den hauswirtschaftlichen Fortbildungsschulen fand und die Schülerinnen (jaja, damals waren nur die Frööleins in der Lage, die hohe Kunst des Kochens zu erlernen ;-D) anspornt - wenn es in ihren Besitz übergeht -, ihre praktischen Versuche zu Hause fortzusetzen. Man könnte also sagen, das Buch ist ein Vorreiter des Tiptopf.

Ich liebe dieses Buch, denn es gibt viele traditionelle Schweizer Gerichte und einige davon sind eigentlich schon in Vergessenheit geraten. Es sind einfache Gerichte, welche sich die Leute auch in harten Zeiten noch "leisten" konnten. Zum Beispiel steht unter der Rubrik "Cremen und süsse Saucen" zum Thema "ungekochte Cremen" folgendes: Sie sind einfach und rasch herzustellen; leider sind sie etwas kostpielig. Oder unter "gefrorene Cremen": Wer einen Kühlschrank zur Verfügung hat, kann in der Eisschublade auch die beliebten Eiscremen herstellen.

Die Mengenangabe bei der Milch ist mit "Tasse" angegeben. Ich glaube, meine Tasse war etwas zu gross, denn der Teig war sehr flüssig... Ich habe dann einfach noch 2 Esslöffel Mehl dazugegeben und dann war der Teig dickflüssig, so wie er sein muss.

Der süsse Znacht ist bei uns ein Renner, die einen essen die Goldschnitten nur mir Zimt und Zucker, die anderen mit Kompott. Natürlich passt auch Apfel-, Aprikosen, Chriesi- oder Zwetschgenkompott, je nach Saison. Serviert ihr es mit einer Kugel Vanilleglacé dazu, ist es ein köstlicher Zvieri oder ein währschaftes Dessert.

Viel Spass beim Nachkochen!

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna


Rezept Goldschnitten
12 Modelbrotschnitten
3 EL Mehl (oder mehr, siehe oben)
1 Löffelspitze Salz (oder einfach eine Prise)
3/4 Tasse Milch
3 Eier
4 Löffel Fett (immer genug Butter in die Pfanne geben, damit nichts anbrennt)

Altbackenes Brot in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mehl und Salz mit der Milch zu einem glatten Teig anrühren und die Eier beigeben. in einer Omelettenpfanne (Bratpfanne) das Fett (die Butter) heiss machen und die im Teig gewendeten Brotschnitten darin beidseitig goldbraun backen. Nach Belieben auf der Platte mit Zucker und Zimt bestreuen.

Rezept Rhabarberkompott

5 Zentiliter Holunderblütensirup
500 Gramm Rhabarber
1 EL Wasser
2 EL brauner Zucker

Die Rhabarberstängel waschen und falls nötig fädeln. In 1-2 cm grosse Würfel schneiden.
Rhabarberwürfel mit Wasser, Holunderblütensirup und Zucker zugedeckt ca. 5-10 Minuten weich köcheln.
Etwas ausgekühlen lassen und frisch servieren oder in warm ausgespühlte, sterilisierte Einmachgläser füllen.

Dienstag, 18. März 2014

Schweinefilet-Medaillons auf Blätterteig

An den Wochenenden gibt es bei uns meist Gerichte, welche der ganzen Familie besonders gut schmecken. Eines dieser Gerichte ist das Schweinefilet-Medaillon auf Blätterteig. Es schmeckt nicht nur sehr gut, sondern kann auch schön angerichtet werden. Deshalb mache ich dieses Rezept auch sehr gerne für Gäste. Es ist wirklich einfach zuzubereiten und ihr könnt es auch gut vorbereiten und in den Ofen schieben, wenn die Gäste da sind.


Wenn es etwas edler sein darf, könnt ihr natürlich auch Rindsfilet-Medaillons verwenden. Und statt Senf könnt ihr auch einen Klecks Kräuterfrischkäse auf den Blätterteig geben. Mit dem restlichen Blätterteig habe ich als Deko Herzen ausgestochen, mit Parmesan bestreut und im Ofen bei 200° Grad gebacken bis sie leicht braun waren. An Ostern könnt ihr zum Beispiel auch Osterhasen ausstechen.


Als Beilage passen Risotto, Wildreis oder auch einfach nur einen knackigen Blattsalat.

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna

Rezept Schweinefilet-Medaillons auf Blätterteig (4 Personen)

1 Rolle Blätterteig, rechteckig ausgewallt
ca. 800g Schweinefilet, in Medaillons geschnitten
Bratbutter
6 Scheiben Rohschinken, jede Scheibe in 2 Hälften geteilt
grobkörniger Senf
1-2 Eigelb

Den Ofen auf 200° Grad vorheizen. Den Blätterteig in 12 Rechtecke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In die Mitte jedes Rechtecks einen Klecks Senf geben. Dann die Rohschinkenhälften etwas zusammenfalten und auf den Senf legen. Den freien Rand rund um den Rohschinken mit dem Eigelb einstreichen.

Die Medaillons salzen und pfeffern. Etwas Bratbutter in einer Bratpfanne erhitzen und jede Seite der Medaillons ca. 2-3 Minuten scharf anbraten. Die Medaillons danach auf den Rohschinken legen. Der Rohschinken sollte vom Medaillon verdeckt werden. Das Ganze kommt jetzt für ca. 15 Minuten in den Ofen.


Rezept Senfrahmsauce

2 Schalotten, fein gehackt
1 EL Butter
1/4 l trockener Weisswein
4 EL grobkörniger Senf
6 EL Crème fraiche
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Worcestersauce

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten darin weich dünsten. Mit Weisswein ablöschen und die Flüssigkeit bei mittlerer Hitze zur Hälfte einkochen lassen. Den Senf und die Crème fraiche unterrühren und aufkochen. Die Sauche mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Worcestersauce abschmecken.



Samstag, 15. Februar 2014

Spaghetti mit Kürbis



Spaghetti gehen bei uns immer. Würde es nach den Knirpsen gehen, gäbe es Spaghetti schon zum Frühstück...

Da ich meistens Spaghetti Carbonara, Napoli oder Bolognese mache, wollte ich zur Abwechslung mal etwas anderes ausprobieren und bin bei Betty Bossi auf dieses Rezept gestossen. Das Gericht schmeckt sehr lecker, ist leicht und schnell zubereitet.

Geniesst das Wochenende!

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna



Rezept für 2 Personen

500 g Kürbis (z.B. Butternut), in ca. 1 cm grossen Würfeln
1 EL Olivenöl
1 TL Fleur de Sel
wenig Pfeffer
2 EL Kürbiskerne, grob gehackt
1 EL Thymianblättchen
120 g Spaghetti
Salzwasser, siedend
100 g Mozzarella, zerzupft
Salz, Pfeffer nach Bedarf

Kürbis, Öl, Fleur de Sel und Pfeffer in einer Schüssel mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Kürbiskerne und Thymian darüberstreuen. Den Kürbis im 200 Grad vorgeheiztem Ofen ca. 20 Minuten backen. Dann Kürbis herausnehmen.

Spaghetti im Salzwasser al dente kochen, ca. 1 dl Kochwasser beiseite stellen. Teigwaren abtropfen, zurück in die Pfanne geben. Kürbis und das beiseite gestellte Kochwasser daruntermischen, Mozzarella beigeben, heiss werden lassen, würzen.

Dienstag, 11. Februar 2014

Deftiges Rinderragout


Langsam geht's bei uns wieder bergauf, aber wir fühlen uns noch etwas schlapp. Um die müden Geister und Glieder wieder in Schwung zu bringen, habe ich heute eines meiner Lieblingswinterrezepte gekocht. Das Rinderragout ist ein Rezept von Jamie Oliver's "Essen ist fertig!", und was mir sehr gut daran gefällt ist, dass alles vorbereitet werden kann und das eigentliche "Kochen" ganz von alleine im Ofen geschieht. Ideal auch, um Gästen zu servieren.

Ich habe nach dem Mittagessen alles nötige vorbereitet und in den Ofen geschoben. Dann waren meine Jungs und ich den ganzen Nachmittag auf dem Spielplatz an der Sonne und als wir abends müde und hungrig nach Hause gekommen sind, war das Essen fertig - perfekt! Und ich kann euch sagen, die Aromen, welche durch die Küche strömen, köstlich!

Der Metzger hat mir übrigens noch zwei Stücke Knochen mit Mark mitgegeben. Es hat dem Ragout einen noch intensiveren Geschmack gegeben. Ausserdem liebe ich es das Mark auszulöffeln. Aber ich weiss, dass es Geschmacksache ist...


Beim Wein nehme ich grundsätzlich immer den gleichen Wein, den wir dann auch zum Essen trinken.

Macht euch keine Sorgen, wenn ihr nicht alles essen könnt, am Tag darauf schmeckt das Ragout noch besser.

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna

Rezept Rinderragout für 4 Personen

1 EL Butter
Olivenöl
1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 Hand voll frische Salbeiblätter
800 g Schmorfleisch vom Rind, in 5 cm grosse Stücke geschnitten
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Mehl zum Wenden
2 Pastinaken, geschält und geviertelt
4 Rüebli, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1/2 Butternusskürbis, die Kerne entfernt und grob geschnitten
1 Handvoll Topinambur. geschält und halbiert (nach Belieben)
500 g kleine Kartoffeln
2 EL Tomatenmark
1/2 Flasche Rotwein
300 ml Gemüsebrühe
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
1 Hand voll Rosmarin, die Blätter fein gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Die Butter mit etwas Olivenöl in einer Kasserolle zerlassen, die Zwiebel mit den Salbeiblättern 3-4 Minuten darin anschwitzen. Das Fleisch in dem mit Salz und Pfeffer gewürzten Mehl wenden und zusammen mit dem gesamten Gemüse, dem Tomatenmark, dem Wein und der Brühe in die Kasserolle füllen. Gründlich vermischen und mit reichlich frisch gemahlenem Pfeffer und wenig Salz würzen. Zum Kochen bringen, Deckel auflegen und ab in den Ofen damit. Das Fleisch kann 3-4 Stunden brauchen, bis es weich ist. Garprobe: Drücken Sie auf ein Fleischstück; wenn es mühelos zerfällt, ist das Fleisch "fertig". Bis zum Essen können Sie das Ragout bei 110 Grad im Ofen warm halten.

Verteilen Sie das Ragout in grosse Suppenschalen. Vermischen Sie die Zitronenschale mit dem Rosmarin und dem Knoblauch und streuen Sie etwas davon unmittelbar vor dem Essen über das Fleisch; ein überwältigender Duft wird aufsteigen. Reichen Sie dazu frisches Baguette und einen guten Rotwein.

Samstag, 8. Februar 2014

Ganzer Fisch muss auf den Tisch

Leider hat mein Kleinster und mich die fiese Grippe erwischt und wir liegen flach. Daher müssen sich mein Liebster und mein Grosser um die Nahrungsbeschaffung kümmern. Eines der Lieblingsgerichte, welche meine Jungs gerne zusammen zubereiten ist Fisch. Und zwar nicht irgendwelche popligen Filets, sondern ganze Fische müssen her. Und dann wird die Zubereitung so richtig zelebriert. Zuerst wird der Fisch gewaschen und von den Kleinen ganz genau unter die Lupe genommen. Sind alle Zähne da, wie sehen die Augen und Kiemen aus etc.



Am besten erkennt man, ob ein Fisch frisch ist an den folgenden Merkmalen:

Wie sehen die Augen aus:
sehr frisch: vorgewölbt, glänzend, tiefschwarz, durchscheinend
frisch: etwas flacher, matter,leicht getrübt
noch essbar: flach, rau, trüb
Finger weg: eingesunken, undurchsichtig, grau

Wie sehen die Kiemen aus:
sehr frisch: leuchtend rot, glänzend, runde Kontur
frisch: mattrot oder blass, etwas klarer Schleim
noch essbar: gelblich oder bräunlich, fleckig, Schleim trüb, Kontur unregelmäßig
Finger weg: deutlich grün, gelb oder braun, flockiger Schleim, aufgelöste Kontur

Der Fisch wird dann mit Kräutern, Zitrone und Butter gefüllt und gewürzt. Ab in den Ofen und kurze Zeit später kommt der köstliche Fisch auf den Tisch. Dazu passen Ofenkartoffeln, Salzkartoffeln, Reis, Salat und einen Klecks Crème Fraiche oder geschmolzene Butter mit Zitronensaft.

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna



Rezept ganze Doraden im Ofen (4 Personen)

4 frische Doraden, ganz, ausgenommen
Olivenöl
frische Kräuter, z.B. Petterli, Rosmarin, Dill, Thymian
1 Zitrone, Bio, gewaschen
einige Butterflocken
Salz und Pfeffer

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Fische unter fliessendem, kaltem Wasser waschen. Mit Haushaltspapier vorsichtig trockentupfen. Das Blech mit Olivenöl einölen. Fische auf Backblech legen, vorsichtig die Haut etwas einschneiden, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach die Kräuter, Zitronenscheiben und Butterflocken in den Fisch legen. Je eine Zitronenscheibe auf jeden Fisch legen. Fische für ca. 20 Minuten im Ofen garen.

Dienstag, 4. Februar 2014

Hacktätschli mit glasierten Zwiebeln



Ich weiss, man sollte nicht zu viel Fleisch essen, aber meine drei Jungs lassen sich nur mit Widerrede auf fleischlose Gerichte ein (im Stil von "Fleisch ist hui, Gemüse ist pfui"...). Daher muss einfach ab und an Fleisch auf den Tisch. Und heute gibt's Hacktätschli, sälbergmacht, versteht sich. Toll finde ich, dass man die Tätschli so gross oder so klein machen kann, wie es gerade am besten passt. Die kleinen Jungs mögen sie lieber etwas kleiner und für die Grossen gibt es sie etwas grösser (äh ja, logisch, gäll!?).

Ich liebe Zwiebeln, ob roh, gekocht oder frittiert, einfach lecker! Daher habe ich mich auch entschieden glasierte Zwiebelringe zu den Hacktätschli zu servieren. Ihr könnt als Beilage einfach einen frischen Salat machen oder wenn es etwas deftiger sein darf, leckeren Kartoffelstock. Falls es Reste geben sollte (was ich mir jetzt aber echt nicht vorstellen kann), schmecken die Hacktätschli auch extrem gut kalt zwischen ein Brötchen geklemmt. Noch ein Salatblatt, Tomate und etwas Senf dazu und fertig ist euer Mittagessen, zum Mitnehmen ins Büro.

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna

Rezept Hacktätschli (Coop), 4 Personen

400 g Rindshackfleisch
1 Ei
1 Handvoll gehackte Petersilie
½ gehackte Zwiebel
80 g altes, hartes Brot oder
Paniermehl
1 Karotte
1 ½ TL Salz
wenig Pfeffer
wenig Rapsöl

Brot in einer Schüssel mit heissem Wasser aufweichen lassen. Rindshackfleisch
in einer Schüssel mit einem Ei, Petersilie und Zwiebel
mischen. Karotte dazuraffeln. Den weichen Kern des Brotes (ohne
Brotrand) zur Fleischmasse geben und die Masse mit Salz und Pfeffer
würzen. Alles gut vermischen und leicht kneten. Aus der Fleischmasse
Hacktätschli formen. Hacktätschli mit Rapsöl in der Pfanne
anbraten, bis sie eine braune Kruste erhalten und durchgebraten
sind. Wichtig beim Braten der Hacktätschli ist, dass man nicht mit
dem Bratlöffel andrückt; sie verlieren ansonsten Feuchtigkeit.


Rezept glasierte Zwiebelringe

2 oder mehr Zwiebeln in Ringe schneiden. Butter in einer Bratpfanne erhitzen und ca. 2-3 Esslöffel Zucker dazugeben. Dann die Zwiebeln hinzufügen und braten bis sie schön gebräunt bis knusprig sind. Über die Tätschli und den Kartoffelstock geben.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Pasta mit scharfer Tomatensauce



Dieses Rezept ist wirklich toll, um eine gewöhnliche Tomatensauce etwas aufzupeppen und trotzdem ist sie sehr schnell und einfach gemacht. Ich weiss, dass Koriander nicht jedermanns Sache ist, entweder man liebt ihn heiss und innig oder man hasst ihn. Ehrlich gesagt, mochte ich ihn vor einigen Jahren überhaupt nicht. Komischerweise mag ich ihn jetzt aber umso mehr.

Koriander zählt zu den ältesten Küchenkräutern der Welt und wird vor allem in Indien, China und Ägypten seit Jahrtausenden verwendet. Durch seine süssliche Würze, gibt der Koriander den Gerichten einen ganz eigenen Geschmack. Der Koriander wird aber auch als Heilpflanze verwendet (z.B. bei Verdauungsbeschwerden oder Infektionen). Man unterscheidet zwischen dem Koriandergrün und den Koriandersamen. Koriandersamen werden z.B. zur Herstellung von Currypulver verwendet.

Falls ihr keinen Koriander mögt, könnt ihr diesen natürlich einfach weglassen oder durch Basilikum und oder Petersilie ersetzen. Auch bei der Schärfe könnt ihr selbst ausprobieren, was euch am besten schmeckt. Besonders an kalten Tagen kann es für mich nicht scharf genug sein. Das wärmt so schön von innen…

Herzliche Genussgrüsse
Yamuna



Rezept scharfe Tomatensauce (2 Personen)

1 EL Olivenöl
1 Zwiebel gehackt
2 Knoblauchzehen fein gehackt
1 Dose gehackte Tomaten
1 dl Rotwein, optional
1 Chili, je nach Gusto entkernt, in Ringe geschnitten
1 kleiner Bund Koriander; Blätter abgezupft
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
0.5 TL Zucker

Die gehackte Zwiebel und Knoblauch im Olivenöl anbraten. Chili dazugeben und mit dem Rotwein ablöschen. Falls ihr keinen Rotwein verwenden möchtet, dann könnt ihr gleich die Tomaten dazugeben und wenn nötig mit etwas Wasser verdünnen. Paprikapulver, Salz, Pfeffer und den Zucker dazugeben und die Sauce ca. 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Dann die Korianderblätter dazugeben und nochmals abschmecken. Ich koche dazu meist Spaghetti oder Tagliatelle, aber ihr könnt die Pasta nehmen, die euch am Besten schmeckt.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Pouletspiessli an schneller Kokosmilchsauce


Auf dieses Rezept bin ich eigentlich durch die Satay (oder auch Saté) Spiesschen gekommen. Ihr habt die leckeren Pouletspiessli mit der würzigen Erdnusssauce bestimmt auch schon einmal probiert. Und falls nicht, müsst ihr sie unbedingt einmal kosten. Die Spiesschen stammen ursprünglich aus Indonesien, sind jedoch auch in vielen anderen Ländern in Südostasien sehr beliebt. Übersetzt aus dem Indonesischen heisst Satay so viel wie „Fleisch, dass auf Bambusspiesschen über Holzfeuer gegrillt wird. Ich durfte sie in Penang, in Malaysia auf einem Nachtmarkt probieren (ist als typisches „street food“ bekannt) und war begeistert. Die Spiesse wurden über der heissen Holzkohle grilliert. Die Sauce war mit den vielen kleinen Erdnussstücken viel nussiger, als sie oft hier bei uns in Restaurants gemacht werden und natürlich auch um einiges schärfer. Ich werde euch sicher bald ein Rezept dazu posten.

Nun zurück zu meinem abgewandelten Rezept. Da mein kleiner Junge keine Nüsse verträgt, habe ich eine simple Kokosmilchsauce zu den Spiessen gemacht. Durch die Kokosmilch bekommt die Sauce einen asiatischen, süsslichen Touch, der bei meinen beiden Jungs sehr gut ankommt. Ich versuche bei jeder Mahlzeit für meine Kinder mindestens eine gesunde Komponente dazu zu kochen, weshalb ich zusätzlich die rote Paprika mitaufgespiesst habe. Ihr könnt da natürlich auch anderes Gemüse nehmen, probiert einfach aus was euch am besten schmeckt. Die Spiesse könnt ihr auch mit Rind, Lamm, mariniertem Fisch, Shrimps oder vegetarisch machen. 

Meine Jungs lieben es, dass sie die Spiesse in die Hand nehmen und das Fleisch abknabbern können und daher wird das Gemüse auch mit etwas weniger Protest gegessen. Ausserdem ist es ein tolles Rezept um mit den Knirpsen gemeinsam zu kochen. Ich habe Pasta dazu gemacht, aber die Spiesse schmecken auch lecker mit Reis, asiatischen Nudeln oder mit Salat.
Herzliche Genussgrüsse
Eure Yamuna
Rezept für 4 Personen

Holzspiessli
4 Pouletbrüstchen in Würfel geschnitten
1 rote Paprika
1-2 EL flüssiger Honig
250ml Kokosmilch
Paprikapulver, mild
Salz und Pfeffer

Schneidet die Pouletbrüstchen in Würfel und würzt sie mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch Currypulver verwenden. Schneidet dann die Paprika, oder anderes Gemüse in mundgerechte Stücke und steckt es mit dem Fleisch abwechslungsweise auf die Spiesschen. Streicht dann den Honig auf die Spiesschen. Erwärmt etwas Olivenöl in einer Bratpfanne und bratet die Spiesse auf allen Seiten, bis sie schön gebräunt und das Fleisch innen gar ist. Mit dem Honig müsst ihr gut aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiss wird, sonst brennen die Spiesse schnell an. Fügt dann die Kokosmilch dazu und würzt die Sauce mit Salz und Pfeffer. Wenn ihr mögt, könnt ihr natürlich noch frische Kräuter dazugeben. Koriander passt sehr gut dazu.